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Herzinsuffizienz

akutes oder chronisches Unvermögen des Herzens, bei Belastung (= Belastungsinsuffizienz) oder schon in Ruhe (= Ruheinsuffizienz) den für den Stoffwechsel erforderlichen Blutauswurf aufzubringen bzw. den venösen Rückfluss aufzunehmen; d.h. der Zustand des Herzens, in dem die Kompensationsmechanismen (Herzfrequenz, Kontraktilität u. Schlagvolumen; Hypertonie) nicht mehr zur Aufrechterhaltung eines normalen Herzzeitvolumens ausreichen (Schwäche der Pumpenfunktion). Tritt auf als Links- oder Rechtsherzinsuffizienz oder betrifft beide Kammern (globale H.); Ursachen v.a. entzündliche u. degenerative Myo- u. Endokardveränderungen, koronare Durchblutungsstörung, Myokardinfarkt, Verletzungen. Führt zu Veränderungen am peripheren Kreislauf, Störung der Atmung (Dyspnoe), der Nierenfunktion (u.a. Nykturie) u. des Elektrolytstoffwechsels (durch Einbeziehung des Wasserhaushalts zu Ödemen), zu verminderter Leistungsfähigkeit der Skelettmuskulatur. Therapie: u.a. Herzglykoside (Digoxin, Digitoxin), ACE-Hemmer u. andere Vasodilatatoren, Diuretika.

Verwandte Themen:

Herzdekompensation; Herzfehler; Herzmuskelschwäche; Herzschwäche; Herzversagen; Insufficientia cordis; kardiale Insuffizienz; Links(herz)insuffizienz; Myokardinsuffizienz; Rechts(herz)insuffizienz; Rückwärtsversagen

H., akute

plötzlich, mit kardiogenem Schock einsetzende H.: Blässe, kalter Schweiß... (mehr)



HEXAL Taschenlexikon Medizin,
3. Auflage; © Elsevier GmbH, Urban & Fischer, München · Jena 2004/2005

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